Myofasziale Triggerpunkttherapie

"Myofasziale Triggerpunkttherapie bezeichnet eine von der amerikanischen Ärztin Janet G. Travell * (1901 - 1997) u.a. entwickelte Methode, schmerzhafte Kontraktionszonen (sog. myofasziale Triggerpunkte) in chronisch verkürzten Muskeln und ihren bindegewebigen Anteilen zu lokalisieren und manuell aufzulösen."

Bertram Wohak *

Bei Rückenschmerzen finden sich meist Triggerpunkte

Myofasziale Triggerpunkttherapie

Die Abbildung zeigt beispielsweise die Lokalisation möglicher Triggerpunkte im Quadratus Lumborum Muskel (weiße Kreuze) und dabei häufig auftretende Schmerzausstrahlungen (rot gekennzeichnet). Diese in unserer Gesellschaft fast schon endemischen Schmerzzustände des unteren Rückens lassen sich in den meisten Fällen durch manuelle Auflösung der verursachenden Triggerpunkte bereits in einer Sitzung spürbar abschwächen oder sogar ganz auflösen.

Myofasziale Triggerpunkte

Myofasziale Triggerpunkte können dabei an räumlich entfernten Körperstellen Schmerzen hervorrufen. So verursachen z.B. Triggerpunkte im Trapeziusmuskel oder in den Scalenimuskeln im Nackenbereich häufig Spannungskopfschmerzen im Bereich der Schläfen und über den Augen. Oder Triggerpunkte in einem der Rotatoren des Hüftgelenkes, des Piriformismuskels, können Ischiasschmerzen entlang der Rückseite des Beines hinunter bis zum Fuß hervorrufen. Eine genaue Kenntnis dieser Zusammenhänge ist daher notwendig, um die verursachenden Triggerpunkte lokalisieren und auflösen zu können.

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Abb. aus: Janet G. Travell, Myofascial Pain and Dysfunction, Vol. 2

Triggerpunkttherapie als erste Hilfe gegen Schmerzen

Aktive Triggerpunkte liegen vor, wenn Patienten den durch manuellen Druck auf einen Triggerpunkt ausgelösten Schmerz als „ihren“ Schmerz erkennen.
Janet Travell *

Janet G. Travell

Janet G. Travell (1901 - 1997) war amerikanische Ärztin, die vor allem durch ihre Forschungen auf dem Gebiet des myofaszialen Schmerzsyndroms und der Entwicklung der Triggerpunkttherapie bekannt wurde. In den Jahren 1961 – 1963 diente sie als persönliche Ärztin des Präsidenten John F. Kennedy, der unter starken Rückenschmerzen litt.

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Die myofasziale Triggerpunkttherapie erfreut sich inzwischen zunehmender Akzeptanz in schmerztherapeutisch arbeitenden Praxen, da sie eine schnell wirksame und nebenwirkungsfreie Behandlung vielfältiger Schmerzzustände des Bewegungssystems ermöglicht, u.a. bei Lumbalgien (Hexenschuss), Ischiassyndrom, Low-Back-Syndrom, Nacken- u. Schulterschmerzen und vielen anderen.

Dabei wird jedoch leicht etwas Wesentliches übersehen. Die myofasziale Triggerpunkttherapie ist primär eine "erste Hilfe" gegen akute Schmerzzustände des Bewegungssystems. Für sich alleine angewendet bleiben die eigentlichen Ursachen der Beschwerden unbehandelt. Ein Rezidiv ist daher abzusehen, denn myofasziale Triggerpunkte haben Entstehungsursachen und bestanden meist lange vor ihrem Akutwerden bereits latent. Deshalb ist es für einen dauerhaften Therapieerfolg notwendig, die Symptomatik verursachende bzw. verlängernde strukturelle und funktionale Störungen zu identifizieren und zu bereinigen. Dies wird bei der Anwendung von Triggerpunkttherapie ausschließlich zur Schmerzbehandlung meist übersehen.

Typische Ursachen für die Entstehung von Triggerpunkten können z.B. Beckenschiefstand, Beinlängenunterschiede, andauernde einseitige Belastungen oder ungünstige Haltungs- und Bewegungsgewohnheiten sein. Um ein Wiederauftreten der Schmerzzustände unwahrscheinlicher zu machen oder nach Möglichkeit sogar ganz auszuschließen arbeite ich daher parallel zur Triggerpunktbehandlung mit struktureller und funktionaler Körpertherapie an der Beseitigung dieser Ursachen.

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Bertram Wohak

Körpertherapeut und Aikidolehrer

Geboren in Prag. Kindheit und Schulzeit in Baden-Württemberg und Hessen. Studium der Physik an der Technischen Universität München. Langjährige Tätigkeit in Forschung und Lehre an der Universität, für Großunternehmen und Weiterbildungsinstitute. Aikidopraxis seit 1981, Dojoleiter seit 1996, derzeit 5. Dan. In der Lebensmitte nach tiefgehenden Erfahrungen berufliche Neuorientierung und seit 1999 als ganzheitlich arbeitender Körpertherapeut in privater Praxis in München tätig.

Janet G. Travell

Janet G. Travell (1901 - 1997) war amerikanische Ärztin, die vor allem durch ihre Forschungen auf dem Gebiet des myofaszialen Schmerzsyndroms und der Entwicklung der Triggerpunkttherapie bekannt wurde. In den Jahren 1961 – 1963 diente sie als persönliche Ärztin des Präsidenten John F. Kennedy, der unter starken Rückenschmerzen litt.

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